Aus Wissen wird Arbeit: Warum Bildung Ingolstadts wichtigster Rohstoff ist

Bleiben oder gehen?
Stellen Sie sich vor: Sie haben gerade Ihre Ausbildung abgeschlossen oder das Studium an der THI beendet. Was nun? In Ingolstadt bleiben oder wegziehen? Die Antwort entscheidet sich schon früh – und hängt davon ab, wie gut wir Bildung, Arbeit und Stadtentwicklung zusammendenken. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist es entscheidend, dass unsere Stadt Talente hält und Perspektiven bietet.

Campus & Wirtschaft – Hand in Hand

Ingolstadt ist Bildungsstadt: Technische Hochschule Ingolstadt, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, starke Berufsschulen und die städtische Technikerschule bilden ein breites Fundament. Gleichzeitig stehen Industrie, Handwerk und Mittelstand vor großen Herausforderungen – von Digitalisierung bis klimaneutraler Produktion.

Wir wollen, dass Studierende, Auszubildende und Betriebe sich noch enger vernetzen. Reallabore, Innovations-Hubs oder offene Werkstätten können Orte sein, an denen junge Menschen gemeinsam mit Unternehmen an echten Projekten arbeiten – praxisnah, kreativ und zukunftsorientiert. So entstehen neue Ideen, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung – direkt hier in Ingolstadt.

Technikerschule: Weiterbildung als Sicherheitsnetz

Die Technikerschule der Stadt Ingolstadt bietet Beschäftigten in unsicheren Zeiten eine wertvolle Perspektive. Fachkräfte können sich gezielt weiterbilden, Unternehmen halten ihr Personal und müssen es währenddessen nicht in vollem Umfang einsetzen. Sobald die Auftragslage wieder steigt, stehen gut qualifizierte Fachkräfte bereit – ein klarer Vorteil für den Standort. So verbindet die Technikerschule individuelle Chancen mit wirtschaftlicher Stabilität und Innovationskraft.

Gute Schulen und Lernorte: Chancen von Anfang an

Bildung beginnt lange vor dem Campus – schon in den Kitas. Stellen Sie sich vor, ein Kind aus einem einkommensschwachen Haushalt wird von früh an gefördert, bekommt Sprachunterstützung und Teilhabechancen. Kleine Gruppen, qualifizierte Fachkräfte und inklusive Angebote helfen, Nachteile auszugleichen. So starten alle Kinder auf Augenhöhe.

In den Schulen brauchen wir moderne Fachräume, digitale Ausstattung, Schulsozialarbeit und sichere Schulwege. Schulen sollen Orte sein, an denen junge Menschen sich entfalten, gerne lernen und echte Perspektiven entwickeln – für Ausbildung, Studium und das spätere Berufsleben. Bildung ist dabei immer auch Integration und Aufstiegschance.

Lebenslanges Lernen – mitten in der Stadt

Bildung endet nicht mit dem Abschluss. Volkshochschule, Stadtbücherei und Stadtteilzentren sind Orte der Begegnung, Weiterbildung und Teilhabe – für Berufstätige, Zugewanderte oder Senior*innen. Stellen Sie sich vor: Weiterbildung ist so leicht erreichbar wie der Weg zur nächsten Haltestelle. Genau das wollen wir ermöglichen.

So macht Ingolstadt den Unterschied

Bildung ist Ingolstadts wichtigster Rohstoff. Wenn Kitas, Schulen, Hochschulen, Technikerschule und Weiterbildung konsequent vernetzt werden, bleiben Talente in der Stadt – und die Wirtschaft gestärkt. So entsteht ein Campus 4.0, der verbindet, Innovation schafft und Ingolstadt zur Stadt der klugen Köpfe macht.

Autor:

Joachim Siebler