Digitalisierung ist Mittel, nicht Selbstzweck.
Weniger Papier, mehr Zeit.
Wer in Ingolstadt zu einem Amt geht, kennt die Stapel an Formularen. Doch es gibt Ausnahmen: Die Kita‑Anmeldung läuft heute schon digital. „Ich konnte mir den ganzen Papierstress sparen“, berichtet Michaela* aus Ingolstadt.
Das zeigt: Digitale Anträge funktionieren und erleichtern den Alltag. Dennoch bleiben viele Abläufe kleinteilig und papierlastig.
Unsere Vision: Digitales Rathaus für alle.
Ein einheitliches Online‑Portal bündelt Services, zeigt den Bearbeitungsstand und ermöglicht digitale Einreichungen. Bürger:innen sowie lokale Betriebe erhalten klare Fristen und Ansprechpartner. So werden Genehmigungen planbarer und der Aufwand sinkt.
Die Bausteine.
Kern der Umsetzung sind einheitliche Online‑Services mit digitalen Signaturen, durchgehenden Akten und verlässlichen Schnittstellen, damit Daten nicht mehrfach eingegeben werden müssen.
Barrierefreiheit spielt eine zentrale Rolle: klare Sprache, Vorlesefunktionen und einfache Navigation. Für Zugewanderte bietet sich etwa die App „Integreat“ an, die in vielen Kommunen genutzt wird.
Blick nach Steinfurt, NRW.
Andere Kommunen sind bereits weiter – Beispiele wie Steinfurt zeigen: Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern beschleunigt Ziele wie Lebensqualität, Klimaschutz und eine effiziente Verwaltung.
Nächste Schritte.
Wir starten ein Pilotportal und bilden erste Formulare vollständig digital ab. Parallel schaffen wir verbindliche technische und organisatorische Standards. Barrierefreie und mehrsprachige Angebote werden schrittweise ausgerollt; Schulungen und klare Zuständigkeiten sichern die Umsetzung. So wird digitale Verwaltung in Ingolstadt sichtbar, nutzbar und verlässlich für alle.
Zum Autor:
Alexander von Schkopp, studierter Wirtschaftsingenieur, arbeitet in der Produktstrategie für Digitale Services bei Audi. Zudem bildet er sich gerade berufsbegleitend mit einem Masterstudium in Digitaler Transformation weiter.