Warum Sicherheit Mut möglich macht.
Ingolstadt ist stark – wirtschaftlich, technologisch, menschlich. Doch eine Stadt kommt nur voran, wenn Menschen sich etwas zutrauen können: im Alltag, im Beruf, in der Familie. Dafür braucht es ein verlässliches soziales Netz, das niemanden ausschließt. Investitionen in die Soziale Sicherung geben Menschen Sicherheit und schützen sie vor Krisen. Sie bilden die Grundlage für Aufbruch, Innovation und Zusammenhalt.
Nur wenn der Alltag trägt, wächst der Mut.
Wer Angst hat, die Wohnung zu verlieren, keinen Pflegeplatz für Angehörige zu finden oder sein Kind nicht gut versorgt zu wissen, denkt nicht an Neues. Für Menschen mit Einschränkungen kommen weitere Hürden hinzu, weil Wege, Angebote und Informationen nicht barrierefrei oder nicht geeignet sind. Morgens das Kind in die KiTa bringen, zur Arbeit hetzen, einkaufen, die Betreuung der pflegebedürftigen Eltern organisieren – für viele Ingolstädterinnen und Ingolstädter ist das gelebter Alltag.
Soziale Sicherheit schafft Perspektiven.
Sie entscheidet auch in Ingolstadt darüber, ob Menschen bleiben, sich engagieren und Verantwortung übernehmen. Wenn der Alltag funktioniert und Barrieren abgebaut werden, wächst der Mut: für Veränderungen, für Weiterbildung, für ein gutes Leben in Ingolstadt. Deshalb setzen wir dort an, wo das Leben konkret wird – beim Wohnen, bei der Pflege, bei den Familien, bei der Teilhabe sowie bei den Chancen von Kindern und Jugendlichen. Pragmatisch und lösungsorientiert.
Sicherheit beginnt an der Wohnungstür
Steigende Mieten, zermürbende Wohnungssuche und die Frage: „Kann ich mir das Leben in Ingolstadt langfristig noch leisten?“ Bezahlbares und barrierefreies Wohnen ist eine zentrale soziale Frage. Wohnungsgenossenschaften, gemeinschaftliche Bauprojekte, alternative Wohnmodelle, faire Erbpachtmodelle und eine kluge Bodenpolitik können helfen, die Wohnsituation für viele Ingolstädter und Ingolstädterinnen zu verbessern.
Doch Wohnen endet nicht an der Wohnungstür. Im Wohnviertel entscheidet sich, wie gut der Alltag gelingt: Quartierszentren bündeln gut erreichbare und barrierefreie Angebote wie ärztliche Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten und Orte der Begegnung.
Zur Autorin:
Maria Segerer ist Sozialpädagogin und Sozialmanagerin mit langjähriger Berufserfahrung in der Jugendhilfe und in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Im Stadtrat beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit Themen rund um die soziale Daseinsvorsorge. Sie ist u.a. Mitglied im Jugendhilfeausschuss, in der Seniorenkommsission und im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Stiftungen und Familie.