Mobilitätsstrategie für Ingolstadt

Ingolstadt braucht ein verbindliches Mobilitätsleitbild – mit klarem Zielhorizont 2035 und konkreten Schritten bis 2030. Unsere Stadtratsfraktion hat dazu einen Antrag gestellt. Die Grundlage: unser Kommunalwahlprogramm 2026, weiter zugespitzt auf die aktuelle Faktenlage.

Warum jetzt?

  • Rund die Hälfte der Autofahrten in die Altstadt ist kürzer als 5 km – ein riesiges Potenzial für Rad und Fuß.
  • Parkhäuser und Tiefgaragen decken mit 250–500 m Einzugsradius die ganze Altstadt ab – trotzdem sucht man oberirdisch nach einem Platz. Der größte Parkdruck: südwestlicher Quadrant.
  • Aus vielen Umlandgemeinden gibt es nur ein rudimentäres ÖPNV-Angebot, obwohl die Stadtteile selbst gut angebunden sind.

Das fordern wir

  • Sicherheit als Standard – Vision Zero verbindlich bei jedem Straßenum- und -neubau.
  • Faire Flächenaufteilung – mehr Platz für Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr statt für parkende Autos.
  • Bessere Anbindung ans Umland – mehr P&R, dichterer Takt Richtung Eichstätt, Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen.
  • Weniger Parksuchverkehr – Parken konsequent in die vorhandenen Tiefgaragen lenken, oberirdische Flächen für Anwohnende, mobilitätseingeschränkte Menschen, Lieferverkehr freihalten.
  • Barrierefreiheit – Gehwege frei von Falschparkern, abgesenkte Bordsteine, sichere Querungen.
  • Reallabore als festes Instrument – zeitlich befristete Verkehrsversuche mit Begleitung und Auswertung, keine Einzelaktion.
  • Digitalisierung nutzen – vorhandene Verkehrsdaten für bessere Ampelschaltung und Parkraumsteuerung einsetzen; Pilotprojekt autonomer Shuttle prüfen.

Es funktioniert schon

Absatz zum Reallabor „Schleifmühle macht Platz!“: rund 40 Stellplätze wurden in Aufenthaltsfläche umgewandelt – zu 80 % gefördert. Genau dieses Prinzip soll das neue Leitbild auf weitere Bereiche der Altstadt übertragen.

Park(ing) Day – 18. September

Wie das ganz praktisch aussehen kann, zeigen wir am Park(ing) Day: Am Freitag, den 18. September, verwandeln wir ab 16 Uhr einen Parkplatz in der Harderstraße für ein paar Stunden in einen kleinen Aufenthaltsort. Ein Parkplatz wird zum Park – ein sichtbares Beispiel dafür, wofür der gewonnene Raum genutzt werden könnte, wenn wir unsere Mobilitätsstrategie konsequent umsetzen.