Grüne Ingolstadt: Ein Parkplatz wird zum Park – Aktion zum Park(ing) Day in der Harderstraße

INGOLSTADT. Am Freitag, 18. September 2026, beteiligt sich der Grüne Kreisverband Ingolstadt am weltweiten Park(ing) Day: Ab 16:00 Uhr verwandelt der Kreisverband einen Parkplatz in der Harderstraße für einige Stunden in einen kleinen Aufenthaltsort. Mit dabei ist der Arbeitskreis Mobilität, hervorgegangen aus dem Ingolstädter Klimabeirat: Er stellt sein Projekt zur Einführung von Carsharing in Ingolstadt vor und lädt zur Teilnahme an einer Umfrage ein.

Mit der Aktion wollen die Ingolstädter Grünen zeigen, wofür Parkraum auch genutzt werden könnte. Der Kreisverband verweist dabei auf die städtische Grundlagenanalyse Altstadt: Rund die Hälfte der Autofahrten in die Altstadt ist kürzer als fünf Kilometer, der größte Parkdruck besteht im südwestlichen Quadranten, obwohl vorhandene Parkhäuser und Tiefgaragen die gesamte Altstadt mit Einzugsradien von 250 bis 500 Metern abdecken. Wie viel Aufenthaltsqualität durch weniger Stellplätze entstehen kann, hat das Reallabor „Schleifmühle macht Platz!“ bereits gezeigt: Rund 40 Stellplätze wurden dort in Aufenthaltsflächen umgewandelt. Das Projekt wurde zu 80 Prozent mit Fördergeldern finanziert.

Als einen von vielen Bausteinen für weniger Parkdruck nennt der Kreisverband Carsharing. Genau dafür wirbt am Park(ing) Day auch der Arbeitskreis Mobilität vor Ort: Ein einziges Carsharing-Fahrzeug kann bis zu zehn private Autos ersetzen und damit spürbar Platz im Straßenraum schaffen.

„Ich war diesen Sommer mit dem Zug in Schweden unterwegs. Die Innenstädte dort sind autofrei und trotzdem wahnsinnig belebt. Eine Aufenthaltsqualität, die richtig zum Verweilen einlädt“, sagt Alexander Pilz, Kreissprecher der Ingolstädter Grünen. „Dauernd hab ich mich dabei erwischt, wie ich über die Schulter schaue, ob ein Auto kommt. Reiner Reflex, den man sich hier bei uns antrainiert. Dabei geht es auch anders. Am Park(ing) Day machen wir das für ein paar Stunden in der Harderstraße sichtbar: mehr Platz für Menschen!“

„Flächen in der Altstadt sind zu wertvoll, um sie nur als Abstellplatz zu nutzen. Die Harderstraße hat das Potenzial zur echten Flaniermeile mit Außengastronomie und Grün. Diesen Raum wollen wir schrittweise für die Menschen zurückgewinnen“, ergänzt Nathalie Argus, Stadträtin der Grünen.

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